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home » Abschluß » Diplomarbeitsrichtlinien


Richtlinien für die Durchführung
von Diplomarbeiten am Lehr- und Forschungsgebiet
Thermodynamik und Verbrennungstechnik

Diplomarbeit und Kolloqium sind der krönende Abschluß des Studiums

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung
2. Allgemeine Hinweise
3. Anmeldung der Arbeit
4. Durchführung der Arbeit
5. Aufbau der Arbeit
6. Abgabe der Arbeit
7. Bewertung der schriftlichen Arbeit
8. Ablauf des Kolloqiums
9. Note der Diplomprüfung


1. Einführung

Die Diplomprüfung besteht aus der schriftlichen Ausarbeitung und deren Dokumentation (Diplomarbeit)sowie der mündlichen Befragung des Kandidaten im Rahmen der Diplomprüfung (Kolloqium). Die Bearbeitung der Diplomarbeit fordert dem Kandidaten einen neuen Lernschritt ab, den er während des Studiums kaum üben konnte. Dies findet bei den Prüfern Berücksichtigung, jedoch stellt die Diplomprüfung eine besondere Situation dar, auf die sich der Kandidat besonders sorgfältig vorbereiten muß. Die Prüfer wollen spüren, daß der Kandidat ein hohes Maß an Interesse und Motivation zu seiner Arbeit mitbringt.

Bei der Bearbeitung von Diplomarbeiten im Lehrgebiet Thermodynamik und Verbrennungstechnik haben sich in der Vergangenheit gewisse Gepflogenheiten und Formalitäten als sehr nützlich erwiesen, die im folgenden beschrieben werden.

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2. Allgemeine Hinweise

Hat sich der Student nach erfolgreichem bewältigen aller der Zulassungsvoraussetzungen für ein bestimmtes Thema der Diplomarbeit entschieden, füllt er den inoffiziellen 'Erfassungsbogen-Diplomarbeit' (siehe Anlage 1 ) aus. Das inoffizielle Formblatt 'Thema der Diplomarbeit' (siehe Anlage 2 ) ist von mir bzw. vom fachhochschulexternen Betreuer auszufüllen. Dabei ist eine Kurzfassung des Diplomarbeitsthema einzutragen, die in dieser Fassung auch später auf dem Diplomzeugnis erscheinen wird. Beide Formblätter verbleiben bei mir an der Fachhochschule Aachen !!!!. Betreuender Dozent an der Fachhochschule für alle Diplomarbeitsthemen das Lehrgebiet betreffend (also Verbrennungsmotoren, Raumfahrtantriebe, Verbrennungstechnik, Fahrzeugdynamik) bin in jedem Falle ich. Zuständig für die Überwachung des formalen Ablaufs der Diplomarbeit ist der Vorsitzende des Prüfungsausschußes, in dessen Auftrag auch das Prüfungssekretariat tätig ist. Auszüge aus den aktuellen Rahmen und Fachprüfungsordnungen des Fachbereiches finden sich in der Anlage.

Als fachhochschulextern gelten alle Diplomarbeiten, die nicht direkt an der Fachhochschule Aachen durchgeführt werden (z.B. Institute anderer Hochschulen, Forschungsinstitutionen, Industrieunternehmen im In- und Ausland). Unter fachhochschulexternem Betreuer ist der Betreuer am Ort der fachhochschulexternen Arbeit zu verstehen (z.B. Fachvorgesetzter, Abteilungsleiter, fachhochschulexterner Professor u.s.w.). Bei Diplomarbeiten in der Industrie ist je nach Bearbeitungsthema mit einer verlängerten Einarbeitungszeit zu rechnen. Die Bearbeitungszeit beträgt in einem solchen Fall erfahrungsgemäß ungefähr 6-8 Monate. Nach diesem Zeitraum muß die Diplomarbeit fertiggestellt und abgegeben sein.

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3. Anmeldung der Arbeit

Auf dem offiziellen 'Antrag auf Zulassung zur Diplomarbeit' ( siehe Anlage 3 ) läßt der Kandidat die Betreuererklärung und die 'Anlage zur Zulassung zur Diplomarbeit' ( siehe Anlage 4 ) in zweifacher Ausfertigung von mir unterschreiben. Die entsprechenden Formulare der
Anlage 3 und Anlage 4 werden dem Kandidaten beim Prüfungsamt zusammen mit anderen Prüfungsformularen ausgegeben. Anlage 3 und Anlage 4 sowie weitere Unterlagen gibt der Kandidat (zusammen mit dem Testatbogen für die Praktika) ausgefüllt im Prüfungsamt ab. Bitte vergessen Sie ihren Studentenausweis nicht. Mit dem Tag meiner Erklärung der Übernahme der Betreuung der Diplomarbeit beginnt die dreimonatige Bearbeitungszeit für ein theoretisches Thema, bzw. vier Monate für ein experimentelles Themengebiet der Diplomarbeit. Die jeweils auf rechtzeitigen, formlosen, schriftlichen Antrag des Kandidaten und meiner Befürwortung um einen Monat überschritten werden darf (siehe Anlage 11 ). Über die Zulassung zur Diplomarbeit mit dem Thema erhält der Student eine schriftliche Benachrichtigung mit Angabe des spätesten Abgabetermines der Diplomarbeit.

Zeitgleich mit der Anmeldung der Diplomarbeit sollte man sich um eine Arbeitsstelle bemühen.

Ich bitte aus diesem Grund gleichzeitig mit Vorlage der Anmeldungsunterlagen um die Übergabe einer fertig ausgearbeiteten Bewerbungsmappe des Kandidaten, die ich gerne prüfe und kommentiere. Für weitere unterstützende Beratung in der Bewerbungsphase stehe ich jederzeit zur Verfügung.

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4. Durchführung der Arbeit

Bei der Durchführung der Arbeit wird der Student von mir (und dem fachhochschulexternen Betreuer) fachlich intensiv betreut. Um dies zu gewährleisten, wird im Abstand von ca. 6 Wochen ein Seminar an der FH Aachen durchgeführt, welches dazu dient den Fortgang der Diplomarbeit zu präsentieren und zu diskutieren. Im Rahmen der Diplomarbeitseminare soll der Diplomarbeiter einen Kurzvortrag (15 Minuten) über den aktuellen Stand seiner Arbeit vorbereiten. Bitte dabei beachten, dass während jedem Seminar dabei zu Beginn die Aufgabenstellung immer beschrieben werden sollte, dann es aber zu keiner Wiederholung von bereits dargelegten Ergebnissen kommen sollte. Bitte nur die neuen, im zurückgeliegenden Zeitraum von ca. 6 Wochen, erarbeiteten Ergebnisse vorstellen. Die Pflicht zur Teilnahme an den Seminaren entfällt in Absprache mit mir bei Studenten, die ihre Diplomarbeit im Ausland anfertigen bzw. über weite Strecken anreisen müssen. Über aktuelle Seminartermine informiert die Homepage ( http://www.ltv.fh-aachen.de ).

Bei fachhochschulexternen Diplomarbeiten lädt der Student sinnvollerweise ein- oder zweimal zum Besuch vor Ort der Diplomarbeit ein.

Vor dem Verfassen der schriftlichen Ausarbeitung der Diplomarbeit ist die Gliederung (Inhaltsverzeichnis) mit den ungefähren Inhalten der einzelnen Kapitel mit mir durchzusprechen. Anschließend verfaßt der Student selbständig eine Version seiner Arbeit. Der Inhalt sollte mit dem externen Betreuer abgestimmt sein. Ich bin bereit die komplette Arbeit vor der offiziellen Abgabe durchzusehen und falls notwendig auf inhaltliche und formale Mängel hinzuweisen, die der Student in einer Überarbeitungsphase beseitigen kann. Dazu sind zwei Wochen Zeit einzukalkulieren. Da es sich bei der Diplomarbeit um eine Prüfungsleistung handelt, ist mehrfaches 'Iterieren' beim Betreuer sowohl bei mir als auch bei dem fachhochschulexternen Betreuer zur Perfektionierung der Arbeit unzulässig und nimmt Einfluß aud die Note.

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5. Aufbau der Arbeit

Der Aufbau der Arbeit ist wie folgt zwingend einzuhalten:
- Deckblatt (Beispiel in Anlage 5 , wird von mir erstellt)

- unterschriebene Erklärung mit Datum und Geheimhaltung
- Vorwort und Danksagungen
- Inhaltsverzeichnis Kapitel: Inhaltsverzeichnis (Beispiel in Anlage 6 )
- Abkürzungsverzeichnis
- Formelzeichen und Indizes
- Kapitel 1: Einleitung und Aufgabenstellung
- Kapitel 2: Zusammenfassung (deutsch) und Summary (englisch)
- diverse Textkapitel

- Literaturverzeichnis (Beispiel in Anlage 8 )
- Anhang (Softwarelisten, Konstruktionszeichnungen, Produktinformationen u.s.w.)


Den Inhalt der Diplomarbeit bitte ich auf CD-ROM abzuspeichern und mir bei der Aushändigung der Arbeit mit zu übergeben. Der Umfang der Dokumentation sollte möglichst 100 Seiten (ohne Anhang) nicht überschreiten. Die Diplomarbeit ist auf einem modernen Textverarbeitungsystem zu schreiben vorzugsweise (z.B. MS Word), wobei die folgenden formalen Randbedingungen zu beachten sind :
- Schrifttyp Arial
- Zeilenabstand 1,5
- Schriftgröße 12 pt
- Hauptkapitelüberschriften und Unterkapitel bitte entsprechend abheben
- maximal vier Hierarchiestufen der Kapitel
- Kapitelnummern nach Dezimalklassifikation
- Hauptkapitel und Seitenzahlen in einer separaten Kopfzeile (Beispiel siehe Anlage 7 und 8)
- Bildnumerierung fortlaufend unter das Bild z.B. Bild 4-1 (keine weiteren Hierarchiestufen, Beispiel in
Anlage 7 )
- bei Bildern ist stets darauf zu achten alle zum Verständnis notwendigen Randbedingungen und die
Quelle des Bildes zu benennen
- Formeln sind mit fortlaufenden Gleichungsnummern zu versehen und optisch abzusetzen
- Formelnumerierung: z.B. [4-7] (Beispiel siehe Anlage 7 )
- Tabellennumerierung über die Tabelle: z.B. Tabelle 4-2, (keine weiteren Hierarchiestufen, Beispiel
siehe Anlage 7 )
- Literaturhinweis: z.B. /DUBB83/ ( siehe Anlage 8 )
- keine Fußnoten verwenden
- ausreichender Randabstand zum Binden vorsehen (2,54 cm)

Die schriftliche Ausarbeitung ist das einzige Informationsmittel für Dritte, welche die eigentliche Arbeit nicht mitbetreut haben (z.B. Korreferent, weiterführende Studien- und Diplomarbeiter,...). Der Inhalt der Diplomarbeit muß daher dem technisch versierten, aber mit dem betreffenden Fachgebiet der Arbeit nicht vertrauten Fachmann ohne Vorkenntnisse ein nachvollziehbares Bild der Arbeit liefern und verständlich sein. !!! Gedanklich immer in die Rolle des unwissenden Lesers versetzen !!!

Die eigenen Beiträge müssen deutlich hervorgehoben und dokumentiert werden. Die Verwendung externer Quellen (z.B. Software, Ergebnisse und Unterstützung anderer Abteilungen oder Arbeiten) muß erläutert werden. Hierauf lege ich sehr viel Wert.

So sind grundsätzlich alle in Bildern und Diagrammen verwendeten Abkürzungen zu erläutern, ebenso sind die Variablen in Formeln oder Gleichungen eindeutig zu bezeichnen und zu definieren. In den Bildern müssen alle zum Verständnis des Inhaltes notwendigen Randbedingungen eingetragen werden, sowie selbstverständlich die Achsenbezeichnungen und Einheiten. Die Qualität von kopierten Textstellen oder Bildern und Diagrammen muß sauber und sehr gut lesbar sein. Bitte auf Abkürzungen im Text verzichten und keine, englischsprachigen Ausdrücke ohne Erklärung bzw. Übersetzung verwenden.

Das theoretische Gerüst ist klar und umfassend aufzubauen, um die im Laufe der Diplomarbeit durchgeführte Ergebnisdiskussion, die unerläßlich ist, verständlich und nachvollziehbar führen zu können. Bitte auf folgende Sachverhalte achten:

- nicht in der 'ich-Form' formulieren
- verwendete Begriffe klar zuordnen und definieren
- scharfe, eindeutige Formulierungen verwenden
- Bauteile umfassend beschriften
- Skizzen zur Verdeutlichung von Sachverhalten einfügen
- keine unnötigen Wiederholungen einarbeiten
- klare, eigenständige Abschnitte aufbauen (kein zerrissener Textfluß!!!)
- Zeichensetzungs- und Rechtschreiberegeln beachten
- keine Schachtelsätze vorsehen
- korrekte Silbentrennung
- Fettdruck und Unterstreichungen verwenden, um wichtige Sachverhalte herauszustellen
- keine unbekannten Abkürzungen verwenden

Es ist unbedingt darauf zu achten, daß bei Angaben und Beschreibungen von Versuchsträgern keine Hinweise auf den Hersteller gemacht werden. Kontakte zu anderen Professoren der Fachhochschule zwecks Informationsbeschaffung und Problemdiskussion bitte erst nach Rücksprache mit mir einleiten.

Der erforderliche Zeitaufwand zur Erstellung der Diplomarbeit wird erfahrungsgemäß immer wieder unterschätzt. Bitte zu den Diplomseminaren einen entsprechenden Zeitplan erstellen (z.B. mit MS Project) und frühzeitig mit der Dokumentation (insbesondere der allgemeinen Kapitel) beginnen.

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6. Abgabe der Arbeit

Bis zum mitgeteilten spätesten Abgabedatum, frühestens jedoch nach 2 Monaten (Achtung FB8 schon nach einem Monat) ist die schriftliche Diplomarbeit in dreifacher Ausfertigung im Prüfungssekretariat Goethestraße 1 abzugeben. Dazu erhält der Kandidat von mir im Vorfeld alle zum Binden der Diplomarbeit bei der Fa. Comuth (Mohnheimsallee 4, Tel. 0241/35704, www.buchbinderei-comouth.de) notwendigen Informationen und Unterlagen. Von den drei vorgelegten Exemplaren wird dem Studenten ein Exemplar zur persönlichen Aufbewahrung unmittelbar zurückgegeben. Zusätzlich ist eine schriftliche Erklärung abzugeben (Formulare im Prüfungssekretariat erhältlich), daß der Student das eigene Exemplar mindestens 5 Jahre lang aufbewahrt. Die Diplomarbeit muß dabei die folgende unterschriebene Erklärung enthalten:
'Hiermit erkläre ich, daß ich die vorliegende Arbeit selbständig im Rahmen der an der Fachhochschule Aachen (und der .....) üblichen Betreuung angefertigt habe und keine anderen, als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt habe. Falls gefordert ist der Hinweis notwendig, daß die Weitergabe der Diplomarbeit sowie die Verwertung der Ergebnisse aus dieser durch Dritte der schriftlichen Zustimmung der Firma XYZ und der Fachhochschule Aachen bedürfen.

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7. Bewertung der schriftlichen Arbeit

Meine Bewertung der Diplomarbeit umfasst neben der Note für die schriftliche Dokumentation auch weitere Beurteilungskriterien (entsprechend der Anlage 10) nach den folgenden Gesichtspunkten:
- Kreativität bei der Lösungsfindung
- Eindringen in die Problematik, Lernbereitschaft, Motivation
- Einfallsreichtum bei der Lösungsfindung, Analytische und konzeptionalle Fähigkeit
- Selbstständigkeit und eigene Beiträge
- Literaturerfassung
- Systematik bei der Bearbeitung
Arbeitsmethodik
Entwicklung theoretischer Zusammenhänge
Konzeption und Zielstrebigkeit der Durchführung, Zielorientierung, Belastbarkeit, Kritikfähigkeit, Umsetzungsvermögen
Vollständigkeit und Abgeschlossenheit
Integrationsfähigkeit, Kontaktfähigkeit, Zusammenarbeit, Interkulturelle Kompetenz
- Leistung bei der Durchführung
Arbeitsergebnis
Sorgfalt und Fleiß, Flexibilität
Beständigkeit und Effektivität, Zuverlässigkeit
Praktische Fähigkeiten
Diskussion der eigenen Beiträge und Wertung der Hauptergebnisse
- Schriftliche Dokumentation
Aufbau und Gliederung
Klarheit in der Formulierung
Auswahl von Bildern, Tabellen,...
Formale Gestaltung

In allen Fällen vergebe ich die Note der schriftlichen Ausarbeitung gemeinsam mit dem Korreferent sinnvollerweise, wenn die Diplomarbeit extern erstellt wurde, in Rücksprache mit dem externen Betreuer. Es ist mir bei externen Arbeiten ein schriftliches Zeugnis des externen Betreuers zur Beurteilung der schriftlichen Diplomarbeit vorzulegen (siehe Anlage 10 )

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8. Ablauf des Kolloqiums

Die Auswahl des Korreferenten sollte in Abstimmung mit mir erfolgen. Vorschläge des Studenten sind willkommen. Die Zulassung und Einladung zum Kolloqium gehen dem Studenten in schriftlicher Form zu. Für das am Tag des Kolloqiums gültige Semester muß der Kandidat rückgemeldet sein (Studentenausweis unbedingt zur Prüfung mitbringen).

Eine gewisse Aufregung bei der mündlichen Prüfung ist normal. Die Prüfer werden darüber hinwegsehen. Der persönliche Eindruck ist wichtig. Es läßt sich nicht verhindern, daß unbewußt Einflüsse auf die Notengebung ausgehen. Der erste Eindruck ist entscheidend, der letzte bleibt.

Zur Einführung in die anschließende mündliche Diplomprüfung, die an der Fachhochschule Aachen bzw. bei der externen Institution stattfinden kann, hält der Kandidat ein frei vorzutragendes Kurzreferat über den Inhalt der Diplomarbeit (20 Minuten). Der Kandidat soll zeigen, daß er seine Arbeit vertreten kann und dies auch in freier Rede vor einem entsprechenden Zuhörerkreis. Zuhörer sind in jedem Fall der Betreuer und der Korreferent, in der Regel noch ein Protokollführer. Ob weitere Zuhörer als Öffentlichkeit zugelassen werden, entscheidet einzig der Kandidat. Bei externen Diplomarbeiten ist die Einladung der Fachbetreuer und weiterer Interessierter sehr sinnvoll, da dadurch Interesse und Anerkennung der Diplomarbeit bekundet wird. Das im Anschluß stattfindende Kolloqium dauert ca. 30 Minuten. Es werden gezielt Fragen zu den Themen der Diplomarbeit gestellt.

Der Vortragsraum, die Vortragshilfsmittel, die Folien, der PC, das Anschauungsmaterial u.s.w. sollten rechtzeitig vorbereitet werden, also auch Tafel putzen, Stühle ordnen u.s.w. Der Vortrag sollte idealerweiser anhand von Overhead-Folien oder einem Beamer vorbereitet sein, die in Text- oder Diagrammform auf die Aufgabenstellung, das Umfeld der Arbeit, die Untersuchungsmethoden sowie die Ergebnisse und Schlußfolgerungen eingehen.

Nachfolgend einige Tips zum Vortrag:

Gestalterische Vorbereitung
- klare Gliederung erarbeiten, roter Faden muß stets erkennbar sein
- klares Vortragsziel mit dem Herausarbeiten prägnanter Kernaussagen
- Zeigen und Werten der Ergebnisse
- anschauliche, konkrete Beispiele und graphische Darstellung
- keine langen Redepassagen ohne Folie oder Anschauungsmittel
- verständlich formulieren, anknüpfen an Bekanntes, Assoziationen wecken
- niemals die Redezeit überschreiten (wirklicher Vortrag dauert länger als zu Hause beim Üben)
- mit einer pfiffigen Einleitung beginnen, Spannungsbogen aufrecht erhalten und am Schluß unbedingt
zusammenfassen.

Foliengestaltung
- Größe, Farbe und Bewegung erregen die Aufmerksamkeit
- bildliche Darstellungen nicht mit Inhalt überfrachten (kein Zahlenfriedhof)
- etwa 1.5 bis 2 min Redezeit pro Folie einplanen
- alle Darstellungen möglichst groß
- das Entwickeln von bildlichen Darstellungen während des Vortrages wirkt lebendiger als fertige Folien
- Farbe wirkt stark motivierend.

Weitere Anschauungsmittel
- Beamereinsatz, Videofilme, reale Bauteile sind als weitere Anschauungsmittel sehr gut geeignet
- gemischter Gebrauch sehr sorgfältig planen (keine Überforderung des Zuhörers).

Vortragen
- freier Vortrag und nicht abgelesen, Merkzettel sind sehr nützlich
- eine gewisse Aufregung ist normal, der Zuhörer wird darüber hinwegsehen
- Versprecher werden von jedermann verziehen - der Vortragende muß überzeugend wirken
- keine Hand in die Hosentasche stecken, nicht überheblich wirken oder sich dem Zuhörer mißachtend
gegenüber verhalten
- Pausen vorsehen, um abschweifende Zuhörer wieder einzufangen
- zu Beginn einen Überblick über den Vortrag geben
- jede Möglichkeit der Rückmeldung der Zuhörer nutzen
- Gestik nur sparsam einsetzen, nicht herumfuchteln
- den Zuhörer ansehen und nicht die Projektionswand
- Folien nicht nur auflegen, sondern das Dargestellte auch erklären
- auf das jeweils Erklärte mit einem geeigneten, spitzen Stift zeigen und zwar auf der Folie
- deutlich und laut sprechen, nicht zu schnell
- zu langsames Sprechen erzeugt Langeweile
- Folien vorher sortieren und vom Schutzpapier trennen
- Vortrag zu Hause üben und sich selbst beobachten oder beobachten lassen, aber nicht totüben.

Die folgenden Fehler bei dem Vortragsablauf sollten vermieden werden:
- Folien werden aufgelegt, aber nicht erläutert
- Begriffe und Zusammenhänge werden nicht erklärt
- Lange Vortragspassagen ohne Folienunterstützung
- Unkontrolliertes Gestikulieren
- Zuschauer werden keines Blickes gewürdigt
- Interesse an Arbeit nicht spürbar, reine Pflichtübung, kein Feuer
- Vortrag zu wenig vorbereitet ('das schaff ich schon') oder der nur heruntergeleiert ('totgeübt')
- Vortragszeit wird ohne Kommentar überschritten

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9. Note der Diplomprüfung

Die Note der schriftlichen Diplomarbeit geht mit einem Gewichtungsfaktor von 20%, die der mündlichen Diplomprüfung mit einem Faktor von 5% in die Gesamtnote ein. Auf Wunsch kann nach der Prüfung eine Bescheinigung über die bestandene Diplomprüfung mit Angabe der Gesamtnote vom Prüfungssekretariat ausgestellt werden. Die offizielle Diplomurkunde und das Diplomzeugnis werden nach Vorlage des Entlastungsscheines dem Kandidaten vom Prüfungsamt überreicht bzw. zugesandt. Hierzu muß die Entlastungsbescheinigung, die man im Fachbereichsekretariat erhält, beim Prüfungssekretariat mit allen notwendigen Unterschriften abgegeben werden. Die Erstellung der Urkunde und des Zeugnisses mit den Anlagen nimmt erfahrungsgemäß mehrere Wochen nach dem Kolloqium in Anspruch.


- T. Esch -

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